Das Schloss Bückeburg war am 14.03.2026 das Ziel des Familienausflugs der 1. Kompanie. Bei regnerischem Wetter startete kurz gegen Mittag eine etwas erweiterte Führung durch das Schloss. Die Gesichter waren in den meisten Räumen nach oben gerichtet, da die herrlich bemalten Decken oder die Stuckarbeiten bewundert wurden. Erweitert war die Führung, da die Gruppe auch im Dachgeschoss die ehemaligen Räume des Personals besichtigen durfte. Im Gobelin-Saal konnte man einen Schlüssel in einem Rahmen sehen. Dies ist der Originalschlüssel für das Schloss der Kapelle, der vor einigen Jahren von einem Besucher einmal gestohlen und dann reumütig doch wieder zurückgeschickt wurde. Daneben stehen in diesem Saal zwei chinesische Hocker, die als Sitzheizung dienten, indem innen auf einer Schicht Sand glühende Holzkohle im Winter für Wärme zumindest von unten sorgen konnte. Die Erklärung, dass hiervon die Redewendung „Auf heißen Kohlen sitzen“ kommt, ist zwar nicht abwegig, dürfte aber erst in späterer Zeit übernommen worden sein. Wahrscheinlicher ist, dass der sogenannte Hexenstuhl im Mittelalter eine übliche Foltermethode war. Dabei wurde unter dem Sitzmöbel ein Feuer mit Kohlen entzündet, was für den Delinquenten eine extrem schmerzhafte Situation darstellte, die zu panischer Unruhe führte.
Zum Abschluss des Familienausflugs fand in der Alten Schlossküche ein deftiges Grünkohlessen statt.










































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